Zwischen Krise und Hoffnung – Krieg in Europa

Es wäre so schön gewesen. Ich wurde 1949 geboren und hätte zur ersten deutschen Generation gehören können, die trotz eines langen Lebens in Europa keinen Krieg erlebt hätte. Aber nun werden wir Zeugen und ob wir wollen oder nicht, Teilnehmer eines sinnlosen und sich aller menschlichen und zivilisierten Regeln entledigten Krieges mitten in Europa. Er wird viele Bereiche unseres Lebens direkt oder indirekt beeinflussen. Jeder Tag bringt neue Bilder sinnlosen Mordens an der Bevölkerung der Ukraine. Unsere Hilfe ist gefordert jetzt und sofort.

Spenden: Hilfe Daheim spendet medizinisches Material an die Ukraine. Foto: S. Tamme

Die traurige Wahrheit

Die scheinbar friedvolle Welt im Europa der letzten Jahrzehnte wird gerade in wenigen Wochen zerstört. Und das ohne jeglichen Vorteil oder Ertrag fur den Aggressor. Ich habe mich, als ich an der Reihe war, der Wehrpflicht entzogen, bin also weit davon entfernt militante Grundtendenzen zu haben. Aber die traurige Wahrheit schleicht sich ein, dass solche Diktatoren nur auf Stärke reagieren. Es ist zum Weinen, dass Westeuropa wohl aufrüsten muss um diese abschreckendere Stärke zu erlangen, anstatt dessen wir das Geld Sozialleistungen und dem dringenden Thema des Umweltschutzes widmen könnten. Aber weder bessere Sozialleistungen noch besserer Umweltschutz helfen uns, wenn wir nicht in Frieden leben können…

„Ein alter Hund lernt keine neuen Tricks!“, sagt ein altes Sprichwort. Das Gute ist weder sie als Leser, noch ich sind “alte Hunde”. Ja, wir können neue Einsichten gewinnen und Gewohnheiten umstellen. Wir müssen alle zusammen darüber nachdenken, was wir im Großen und im Kleinen zum Umdenken und Schutz der Umwelt tun können. In machbaren Schritten und Rahmen, aber der Anfang zum „mehr tun“ ist geboten.

Johannes Tamme mit zwei seiner Enkelsöhne und seiner Tochter Sarah. Foto: S. Tamme

Ein Bild der Hoffnung

Aber wie immer will ich nicht mit verzweifelten Worten einen Blog beenden. Wir feiern an diesem Wochenende Ostern. Für mich als gläubigen Christen ist die Auferstehung Jesu ein Tatsachenbericht und Grundlage meines Lebens. Aber ich denke in der Ostergeschichte steckt für alle Menschen auch ein Bild der Hoffnung. Wie jetzt auch in dem Frühlingserwachen der Natur. Ich gebe diese Hoffnung nicht auf.
In Deutschland klagen wir auf einem sehr hohen Niveau. Vielleicht ist das Osterfest neben dem Bild der Hoffnung auch ein Zeitpunkt zum nachdenken und erinnern an alles was wirklich wichtig ist. Und für mich als Großvater ist es wirklich wichtig, meinen fünf Enkelkindern diesen Gedanken zu hinterlassen!

Und zu guter Letzt wäre es vielleicht auch eine Lebensqualitätsverbesserung fur uns alle in dieser Zeit wieder etwas demütiger zu werden. Wenn ich die Bilder aus der Ukraine sehe und das Leid der Menschen, muss ich mich entschuldigen wegen der Unbequemlichkeiten durch Corona gejammert zu haben…
Ich wünsche ihnen ein frohes und gesegnetes Osterfest und ein langes Wochenende, um vielleicht einmal einige Selbstverständlichkeiten in Demut und Dankbarkeit neu zu bewerten. In diesem Sinne: Frohe Ostern und lasst uns Freude verbreiten auch im Interesse unserer Kinder!

Johannes Tamme
Geschäftsführer Hilfe Daheim

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.