Von der Extremsituation zur veränderten „Normalität“

Die ersten Wochen der Pandemie – und damit die Zeit der permanenten Anspannung – weichen langsam der neuen Realität. Es ist gut, dass die Stresshormone sich langsam wieder auf ein normales Maß einpendeln und die Erschöpfung nach einem langen Arbeitstag zurückgeht. Das gesamte Hilfe Daheim Team hat gelernt, mit der Situation umzugehen. Auch COVID-Verdachtsfälle im Team und bei den Kunden haben sich bis jetzt nicht bestätigt und dafür bin ich dankbar. Wir haben uns eine Routine in dieser ungewissen Situation erarbeitet, die unsere Arbeit wieder in fast normalen Bahnen zulässt.

Fleißig: Nadja beim schneidern der Comunity-Masken. Foto: Ben

Fleißig: Nadja beim schneidern der Comunity-Masken. Foto: Ben

Entscheidungen mit Konsequenzen

Meine Kollegin, Frau Wendt, hat für Kunden, Mitarbeiter und deren Angehörigen unzählige Comunity-Masken geschneidert, das Tragen gehört auch jetzt schon fast zur Routine. Danke an Ben, ihren Sohn, der es ausgehalten hat, dass seine Mutter tagelang durchgenäht hat. Das tägliche Auskochen dieses Mund- und Nasenschutzes ist schon so in unseren Alltag integriert, dass flatternde Schutzmasken auf Wäscheleinen kein besonderes Bild mehr darstellen. Das permanente Tragen des Mundschutzes ist eine echte Herausforderung, aber leider nicht zu ändern. Jetzt gilt es für uns alle, die erlernte Hygieneroutine beizubehalten und nicht zu lockern, auch wenn die Neuinfektionen weiter sinken.

Ich finde es bedauerlich, dass es nun, wo die extreme Situation etwas entschärft ist, an den getroffenen Entscheidung Kritik hagelt. Es mussten massive Entscheidungen getroffen werden, die einschneidende Konsequenzen hatten und haben werden. Ich bin sicher, die eine oder andere Entscheidung hätte man auch anders treffen können, rückblickend ist man immer schlauer. Aber ich denke auch, keiner von uns hätte in der Verantwortung stehen wollen, die richtigen Entscheidungen treffen zu müssen.

Absurde Normalität: die ausgekochten Masken trocknen auf der Wäscheleine. Foto: N. Gatz

Absurde Normalität: die ausgekochten Masken trocknen auf der Wäscheleine. Foto: N. Gatz

Wir haben es in der Hand

Die kommunizierten Ziele waren: Zum einen das Gesundheitssystem nicht zu überlasten und zum anderen so wenig Todesopfer wie möglich zu verzeichnen. Beide Ziele sind nicht nur erfüllt, sondern die ganze Welt schaut auf Deutschland und versucht die Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie nachzuahmen. Auch wenn ich die Maßnahmen zur Lockerung kritisch beobachte, ist mir klar, dass eine schrittweise Lockerung stattfinden muss. In der Lockerungsphase die genannten Ziele nicht aus den Augen zu verlieren, hängt von jedem einzelnen ab und die Verantwortung für ein Gelingen tragen wir alle.

Das gesamte Hilfe Daheim Team wird alles dafür tun, dass die uns anvertrauten Kunden gesund durch diese Zeit kommen. Obschon das oftmals Diskussionen mit Krankenhäusern bedeutet, wenn diese keinen COVID-Test bei Krankenhausentlassungen durchführen wollen. Doch wir werden nicht lockerlassen, unsere Kunden und Mitarbeiter soweit zu schützen, wie es in unserer Macht steht.

Wenngleich noch kein Ende der Pandemie in Sicht ist, haben wir es in der Hand, die erreichten Ziele nicht in Gefahr zu bringen. Wenn uns das gelingt, dann haben wir viel erreicht.

Bleiben Sie gesund!


Nicole Gatz

Pflegedienstleitung bei Hilfe Daheim



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