Endlich Licht am Ende des Tunnels…

Mitte Januar hat das Impfen begonnen. Geimpft werden erst einmal Menschen, die über 80 Jahre alt sind, und Pflegepersonal. Begonnen wurde in Pflegeheimen und Krankenhäusern, dann wurde das Impfzentrum in den Messehallen eröffnet und die betroffenen Gruppen sollten sich einen Termin zum Impfen organisieren. Das war nur wenige Stunden möglich, dann waren alle Termine vergeben.

Wer nun impfwillig ist, muss also immer wieder versuchen, sich entweder stundenlang in die telefonische Anrufschleife zu begeben oder aber über ein Onlineportal einen Termin zu ergattern. Das kostet viel Zeit und Geduld und die Onlineanmeldung ist nicht gerade benutzerfreundlich, schon gar nicht, wenn man über 80 Jahre ist. Für alle Mitarbeiter aus der Pflege ist das sehr mühsam, für 80-jährige Menschen fast nicht möglich. Es ist nicht wirklich verwunderlich, dass nicht alles reibungslos läuft. Doch dass die Kernzielgruppe, die geimpft werden soll, 80 Jahre und älter ist, wenig technikaffin und oftmals immobil ist, ist auch kein wirkliches Geheimnis.

Es wäre sicher sinnvoll gewesen, eine Strategie zu entwickeln, die diese Herausforderungen mit im Blick hat. Zeit genug ist da, denn ohne ausreichenden Impfstoff gibt es auch keine Massenimpfungen und damit unerwartete Zeitkontingente, die für verbesserte Strukturen eingesetzt werden könnten.

Herausforderung Impftermin: wer jetzt einen Termin ergattern wollte, musste hartnäckig und vor allem schnell sein.

Herausforderung Impftermin: wer jetzt einen Termin ergattern wollte, musste hartnäckig und vor allem schnell sein.

Impfen und Pflegekräfte

Ich habe mit Verwunderung die Schlagzeilen vieler Zeitungen gelesen, die sich mit der Impfunwilligkeit von Pflegekräften befassten. Dort wurde Unverständnis laut, Egoismus den Pflegenden unterstellt, es ging bis zu einer Impfpflicht, die einige verordnen wollten. Ja, Pflegekräfte haben eine ganz besondere Verantwortung der vulnerablen Gruppe gegenüber, das wissen sie, sie versorgen diese tagtäglich, auch wenn diese an Corona erkrankt sind. Ja, Pflegekräfte müssten es eigentlich besser wissen. Wissen, dass eine Impfung nicht nur wichtig ist, sondern auch Leben rettet, eben auch das eigene. Sie wissen aber alle auch um mögliche Impfnebenwirkungen.

Wir leben glücklicherweise in einer Demokratie, Menschen – und zu dieser Spezies gehören auch Pflegekräfte – dürfen frei entscheiden, und für diese Entscheidung braucht es oftmals ein wenig Zeit zum Nachdenken. Diese Zeit ist vergangen und siehe da, die Mehrzahl an Mitarbeiter an Kliniken, Altenheimen und in ambulanten Einrichtungen hat sich impfen lassen oder ist bereit, es zu tun. In der Ruhe liegt die Kraft.

Kleiner Stich, große Wirkung.

Kleiner Stich, große Wirkung.

Impfen und Hilfe Daheim

Bei uns sind die ersten Mitarbeiter geimpft, habe sich Termine sehr hart erkämpft. Auch die ersten Kunden wurden angeschrieben und es wurde Ihnen mitgeteilt, dass sie zum Impfen kommen können. Leider ist es vielen unserer Kunden nicht möglich, in das Impfzentrum zu kommen, und wie sie alternativ an eine Impfung kommen können, steht auf dieser Information leider nicht.

Doch auch diese Herausforderung werden wir gemeinsam meistern. Geduld haben wir im letzten Jahr gelernt, lösungsorientiert sind wir sowieso und mit diesem Rüstzeug sind wir für alles, was noch kommt, gut ausgestattet. Halten Sie durch! Die gute Nachricht: der Impfstoff ist da, es ist nicht mehr die Frage „ob“, nur die Frage „wann“ diese Pandemie ein Ende hat.

„Es ist besser, ein einziges kleines Licht anzuzünden, als die Dunkelheit zu verfluchen.“

Konfuzius


Nicole Gatz

Pflegedienstleitung bei Hilfe Daheim



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