Berufung oder Arbeitstrott – was bringt mir mein Job?

Kennen Sie das? Sie sitzen Sonntagabend auf Ihrem Sofa und grämen sich, dass sie am nächsten Tag wieder zur Arbeit müssen… Vielen Menschen geht es so, wenn die Arbeit nur noch eine lästige, freizeitraubende Tätigkeit ist. Eine Freundin von mir musste vor der Pandemie regelmäßig geschäftlich mit dem Zug verreisen. Für sie war diese kurze Geschäftsreise ein solches Grauen, dass sie am Abend vorher zu einem Häufchen Elend zerfällt. Und wenn ich ehrlich bin, hätte ich auch keinen Spaß daran alle paar Wochen irgendwo in die Pampa zu fahren… Eine andere Freundin ist nun seit fast zwei Jahren durch Corona im Homeoffice „gefangen“ und auch sie ist nicht gerade glücklich mit der Situation. Auch das könnte ich mir nicht gut vorstellen, da ich doch bei Hilfe Daheim die besten Kollegen der Welt habe.

Doch was tun, um diese unangenehmen Situationen zu vermeiden oder durchzustehen? Denn den größten Teil unserer Zeit, in dem wir wach sind, verbringen wir bei der Arbeit. Da sollte diese doch überwiegend angenehm gestaltet sein. Die allererste Frage, die ich mir stelle: Macht mir mein Beruf noch Spaß? Denn wer einen 9-to-5-Bürojob hat und eigentlich gerne Förster wäre, der wird wohl auch bei der besten Arbeitsatmosphäre nicht glücklich… Gerade während der letzten zwei Jahre habe ich immer wieder von Freunden und Bekannten gehört, die durch Zufall nun eine neue Berufung gefunden haben. Aus der Not heraus aus ihrem alten Job gedrängt, zufällig in einer neuen Sparte gelandet und… das Glück gefunden! Auch so kann es gehen, ein positiver Nebeneffekt der Pandemie.

Normales durchdrehen bei Hilfe Daheim: die Büromädels in Aktion. Foto: Hilfe Daheim

Eine positive Einstellung

Ich bin in der glücklichen Situation meinen Beruf zu mögen. Das liegt auch daran, dass ich mir mein Arbeitsumfeld und den Tagesablauf selber gestalten kann. Natürlich in den letzten zwei Jahren eingeschränkter durch Regeln und Auflagen als zuvor. Bei Hilfe Daheim gibt es einige Grundsätze, die unerlässlich für ein gutes Arbeitsklima sind. Der erste Grundsatz bezieht sich auf die eigene Arbeitseinstellung. Wer sich selber den ganzen Tag nur schlechte Gedanken macht, wird unter Garantie nicht glücklich bei der Arbeit werden. Hierbei geht es darum, auch in schwierigen und herausfordernden Situationen mit einer positiven Einstellung bei der Sache zu sein. Gerade jetzt ist dieser Grundsatz für uns noch einmal umso wichtiger geworden. Zusammenhalten und das beste aus einer Situation zu machen, egal was kommt.

Anna, Nadja und Sarah bei der Arbeit: ohne Lachen geht es nicht! Foto: N. Gatz

Etwas bewegen

Für mich ist es wichtig, bei der Arbeit nicht nur körperlich, sondern auch geistig anwesend zu sein. Das gibt einem selber und auch dem Gegenüber ein gutes Gefühl. Auch wenn man sich seine Arbeit leider manchmal nicht aussuchen kann, muss das ja nicht zwangsläufig schlecht sein. Um den Spaß bei der Arbeit nicht zu verlieren, oder ihn vielleicht sogar erst zu finden, hilft es mir, auch die Kollegen mit einzubeziehen. Anderen eine Freude zu machen und etwas zurückzubekommen oder Dinge spielerisch anzugehen hebt die Stimmung. Sich selbst nicht zu Ernst zu nehmen und die Arbeit kurz mal Arbeit sein zu lassen, bringt mir immer Spaß.

Ich denke, dass es sehr wohl möglich ist, bei der Arbeit glücklich zu sein, auch wenn man vielleicht nicht gerade Tauchlehrer in der Karibik ist. Ich gehe gerne montags zur Arbeit. Natürlich genieße ich auch meine freie Zeit in vollen Zügen und manchmal wird mir die Arbeit auch zu viel. Doch letztendlich mag ich meine Arbeit. Ich freue mich, mit dem besten Team der Welt zusammenzuarbeiten und in meinem Beruf etwas bewegen zu können.

Nicole Gatz
Pflegedienstleitung bei Hilfe Daheim

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